Notlage
Die zunehmende Erwärmung ist auch im Kanton St.Gallen spürbar. Hitzetage und -wellen nehmen zu, und künftig ist vermehrt mit extremen Wetterlagen zu rechnen. Es ist wichtig, dass wir uns auf solche Ereignisse vorbereiten.
In Zukunft könnten Hitzewellen so intensiv werden, dass eine ausserordentliche Lage eintreten könnte. Um auch auf ein solches Szenario vorbereitet zu sein, werden in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Führungsstab entsprechende Massnahmen geplant, um die Sicherheit und den Schutz in solchen aussergewöhnlichen Situationen zu gewährleisten.
Hinweis: Eine ausserordentliche Lage liegt vor, wenn aufgrund von Katastrophen oder Notlagen Schutz-, Rettungs- oder Sicherheitsmassnahmen für den ganzen Kanton oder für grosse Teile der Bevölkerung erforderlich sind. (Bevölkerungsschutzgesetz BevSG, Art. 16c*)

Einsatz des kantonalen Führungsstabs
Der kantonale Führungsstab sorgt dafür, dass die Behörden des Kantons St.Gallen in besonderen oder ausserordentlichen Situationen handlungsfähig bleiben. Er besteht aus speziell geschultem Verwaltungspersonal und wird von Personen aus dem Zivilschutz, die für solche Einsätze ausgebildet sind, unterstützt. Bei akuten Notlagen infolge extremer Hitze koordiniert der kantonale Führungsstab die notwendigen Massnahmen und stellt sicher, dass die Bevölkerung schnell und gezielt über geeignete Kanäle informiert wird.
Informiert bleiben
Informieren Sie sich über die aktuelle Wetterlage. Abonnieren Sie Wetterwarnungen auf Ihrem Smartphone. Im Notfall werden Warnungen auch über Radio verbreitet.
Trinkwasservorrat anlegen
Die Trinkwasserversorgung in der Schweiz ist grundsätzlich sehr zuverlässig. Bei aussergewöhnlichen Ereignissen kann die Versorgung jedoch vorübergehend eingeschränkt sein. Eine persönliche Vorbereitung hilft, solche Phasen besser zu überbrücken.
Empfehlung für den Notfall:
- Legen Sie einen Notvorrat von mindestens 9 Liter Wasser pro Person an. Diese Menge sollte zum Trinken und Kochen für drei Tage ausreichen. Auch an Haustiere denken.
- Nicht berücksichtigt ist dabei der zusätzliche Bedarf an Wasser für Körperhygiene, Toilettenspülung usw.
- Nutzen Sie gut lagerfähige Gebinde wie Flaschen. Erneuern Sie den Vorrat regelmässig.
Weitere Informationen Notvorrat
Neben Trinkwasser wird empfohlen, auch einen allgemeinen Notvorrat an Lebensmitteln und wichtigen Verbrauchsgütern anzulegen. Eine gute Vorbereitung kann helfen, Belastungen zu reduzieren – etwa, indem Einkäufe und Wege in anspruchsvollen Situationen vermieden werden können.
Eine eigene Reserve erhöht die Sicherheit, bis die Versorgung wieder vollständig gewährleistet ist. Weitere Informationen finden Sie beim Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung.
Empfehlungen beachten, sich gegenseitig unterstützen
Hitze kann lebensgefährlich sein, besonders für ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke oder sozial isolierte Personen (Risikofaktoren Hitzegefährdung).
Folgende Punkte können wir alle umsetzen:
- Beachten Sie die Verhaltensempfehlungen bei Hitze: Empfehlungen & Tipps
- Nachfragen und Hilfe anbieten: Melden Sie sich regelmässig bei Menschen, die von Hitze besonders betroffen sind, allein leben oder auf Unterstützung angewiesen sind (z.B. Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder kognitiver Beeinträchtigung). Bieten Sie konkrete Unterstützung an, zum Beispiel beim Einkaufen, bei der Begleitung zu Terminen oder mit einem Fahrdienst.
- Auf Veränderungen reagieren: Achten Sie bei Mitmenschen auf Anzeichen wie Verwirrtheit, Schwäche, Gangunsicherheit oder sozialen Rückzug. Reagieren Sie frühzeitig und organisieren Sie bei Bedarf Unterstützung.
- Informieren Sie sich, um hitzebedingte Symptome zu erkennen und im Notfall richtig handeln zu können: Hitzeerkrankungen