Hitzewarnung Stufe 1: keine oder geringe Gefahr

Hitzebedingte Erkrankungen

Hitze stellt für unseren Körper Stress dar und kann auch zu einer grossen Gefahr werden. Sie kann unter anderem dazu führen, dass unser Herz-Kreislaufsystem überlastet wird und hitzebedingte Erkrankungen wie Sonnenstich oder Hitzeerschöpfung entstehen. Bei einem Hitzeschlag droht Lebensgefahr.

Dehydrierung bei Hitze

Flüssigkeitsmangel entsteht, wenn der Körper mehr Flüssigkeit verliert, als aufgenommen wird – bei Hitze insbesondere durch vermehrtes Schwitzen und ungenügendes Trinken. Dadurch wird die natürliche Abkühlung des Körpers erschwert. Gleichzeitig kann Dehydrierung selbst Beschwerden verursachen und erhöht das Risiko für Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag.

Symptome:

  • Durst, trockener Mund oder trockene Lippen
  • Müdigkeit, Schwäche oder Konzentrationsprobleme
  • Schwindel oder Kopfschmerzen
  • Dunkler Urin oder seltenes Wasserlassen
  • Verwirrtheit oder ungewohntes Verhalten (v. a. bei älteren Menschen)

Erhöhtes Risiko für Flüssigkeitsmangel: ältere Menschen mit vermindertem Durstempfinden, Säuglinge und Kinder, Personen mit chronischen Erkrankungen und Personen, die körperlich arbeiten oder viel Zeit im Freien verbringen.

Wichtig zu wissen: Flüssigkeitsmangel kann zudem die Wirkung von Medikamenten verändern und gesundheitliche Probleme verstärken.

Hitzeerkrankungen und Symptome

Notfall Hitzschlag

Hitzekrämpfe, Hitzekollaps oder Hitzeerschöpfung können Anzeichen dafür sein, dass der Körper bereits stark belastet ist. Ohne ausreichende Kühlung und Flüssigkeitszufuhr kann sich der Zustand weiter verschlechtern. Besonders eine Hitzeerschöpfung kann in einen Hitzschlag übergehen.

Bei einem Hitzschlag ist der ganze Körper (beim Sonnenstich nur der Kopf, konkret das Gehirn) betroffen. Das Kühlsystem bzw. die Temperaturregulation des Körpers fällt aus, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Symptome sind:

  • Plötzliche Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl
  • Fieber (bis über 40 Grad)
  • Schneller Herzschlag (Puls), tiefer Blutdruck
  • Kein Schweiss, heisse, trockene Haut
  • Kreislauf- und Bewusstseinsstörungen
  • Bewusstlosigkeit

Bei Verdacht auf Hitzeschlag sofort den Notruf (144) wählen!

  • Betroffene Person umgehend in den Schatten oder an einen kühlen Ort bringen.
  • Enge Kleidung lockern und den Körper aktiv kühlen (z.B. mit feuchten Tüchern, kalten Umschlägen).
  • Sofern die Person bei Bewusstsein ist, schluckweise etwas zu trinken geben. Keine Flüssigkeit einflössen, wenn die Person benommen ist oder nicht richtig reagiert.
  • Betroffene Person nicht allein lassen und den Zustand laufend beobachten.
  • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage herstellen und Atmung kontrollieren.

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